GS Am Castrum, Gehrden // Foto: E. Kiene-Stengel

GS Am Castrum, Gehrden // Foto: E. Kiene-Stengel

Jetzt endlich – auch der Grundschulneubau Am Castrum im KfW40 Standard

Die neu zu erstellende „Grundschule Am Castrum“ soll in nachhaltiger, energieeffizienter Bauweise, im KfW40 Standard gebaut werden.

Das ist ein großer GRÜNER Erfolg.

Begonnen hat dieser Prozess der energetischen Veränderungen, des energetischen Bewusstseins auf der Gehrdener politischen Ebene schon im Jahr 2007, als mit dem von der Grünen Fraktion initiierten Antrag, der Vorlage 162/VIII vom 11.07.2007  –  „Der Rat der Stadt Gehrden möge die Erarbeitung und Aufstellung eines kommunalen Klimaschutzprogrammes in Zusammenarbeit mit der Klimaschutz Agentur Region Hannover beschließen.“       Beteiligt waren der Bau- als auch der Umweltausschuss.      Dem Antrag wurde einstimmig zugestimmt.

Bestandteil dieses o.g. Programmes war und ist die in 2009 beschlossene „Ökologische Bauleitplanung“.  Diese ÖBLP beschreibt und fordert eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung. Diese stellt dar:  eine flächensparende Bauweise im Maß der baulichen Nutzung, Begrenzung der Bodenversiegelung mit Hilfe von textlichen Festsetzungen, diese auch bezogen auf Pflanzgebote, sowie Maßnahmen zum Schutz und zur Entwicklung von Natur und Landschaft.  In dieser Zeit wurden die ersten Regenrückhaltebecken  (RRB) errichtet.

Wir diskutierten in Fachausschüssen und Rat über „energieeffiziente Stadtplanung“ und ließen uns von der Klimaschutz Agentur darstellen, was ein Passivhaus ausmacht.   Diskutiert, abgewogen und erstmalig umgesetzt wurden die Reduktion von CO2 Emissionen mit dem Ausschluss bestimmter Heizstoffe, bauliche und technische Festsetzungen zum Schutz vor schädlichen Immissionen  und somit dem Einsatz nachhaltiger Baustoffe.

Im Dezember 2014 hat der Rat der Stadt Gehrden mit der Vorlage 0549/2014 den „Masterplan 100%“  einstimmig beschlossen und sich hiermit verpflichtet, bis 2050 eine klimaneutrale Kommune zu initiieren, bzw. zu werden.  Im Jahr 2015 kam ein Arbeitspapier der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bezüglich geplanter energieeffizienter Stadtquartiere hinzu;  Die Stadt hat auf Antrag von B90/DG vom Mai 2019, nach dem Schlussbericht über das „Energetische Stadtquartierskonzept Gehrden Ost“ eine Klimaschutzmanagerin eingestellt, die durch ihr Wissen und Wirken nachhaltige Maßnahmen, wie hier die ÖBLP, noch stärker in den Fokus rücken soll und wird. Anlass für die Fraktion B90/DG, in 2018 zwei Anträge zu formulieren:

  1. das neu zu erstellende Wohnquartier „Vorwerk“ sollte als „Plus-Energie-Siedlung“ geplant und errichtet werden.
  2. die zwei neu zu bauenden Grundschulen sollten im „Plus-Energie-Standard“ gebaut werden. Diese beiden Anträge wurden nicht einmal diskutiert, sie wurden wegen zu hoher Kosten mehrheitlich abgelehnt.

Wir gingen immer weiter auf unserem GRÜNEN WEG, als im Jahr 2020 unserem Antrag vom 10.08.2020, die Bebauung der Konversionsfläche, des ehemaligen Vorwerk Geländes, des Wohnquartiers Vorwerk, den Bebauungsplan Nr. 9 Alt Gehrden, im KfW40 Standard zu entwickeln und zu erstellen, mehrheitlich zugestimmt wurde. „Die fossilen Energieträger wie Öl und Gas sollen ausgeschlossen werden. Die geplante Kindertagesstätte soll im gleichen Standard erstellt werden. Diese Vorgaben sollen in den Städtebaulichen Vertrag aufgenommen werden.“  Weitere Maßgaben werden sich im Bebauungsplan wiederfinden.

Wir Bündnis Grüne gehen diesen Weg immer so weiter, geprägt von unserer festen Grünen Überzeugung, stets im Sinne von Klimaschutz, der Einsparung von CO2 und damit im Sinne der uns nachfolgenden Generationen…und nun geht der Weg,  orientiert an der „Europäischen Gebäuderichtlinie“,  weiter zu der Neuen „Grundschule Am Castrum“, energieeffizient, im KfW40 Standard und ebenso die neue Festhalle  –  ein langer Grüner Weg, den jetzt am Ende zur Verabschiedung in den Fachausschüssen und im Rat doch auch weitere informierte und überzeugte Ratsmitglieder mitgegangen sind.

Ein großer Erfolg für uns GRÜNE:

Nach mehreren Anträgen seit 2018 wird Gehrden jetzt eine Grundschule und eine Festhalle im KfW40 Standard erbauen.

Dieses ist eine zukunftsweisende Entwicklung im Sinne von Klima- und Umweltschutz, wenn nach dem Vorwerk Gelände nun auch öffentliche Nichtwohngebäude wie Schule und Festhalle in dieser fortschrittlichen Bauweise erstellt werden und diese auch noch mit öffentlichen Mitteln gefördert werden. Wir gehen diesen Grünen Weg jetzt quer durch Gehrden, vom Vorwerk Gelände zur GS AC und wer weiß, vielleicht auch noch zur neuen Mensa an der Schulstraße! ?

Eva Kiene-Stengel

Vorstand OV Gehrden

Vorwerkgelände, Gehrden // Foto: E. Kiene-Stengel

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